InWaves #womenincovid - Fotoprojekt

Als meine kleine Tochter knapp 3 Monate alt war, habe ich durch Zufall in einem Newsletter des VAMV (Verband Alleinerziehende Mütter und Väter) den Aufruf zu einem Fotoprojekt zum Thema alleinerziehende Mütter in der Coronakrise gesehen und kurzerhand bei Sophie Kirchner, der Verfasserin des Aufrufs mein Interesse bekundet. Nach einem kurzen Austausch am Telefon, vereinbarten wir ein, natürlich coronakonformes, erstes Treffen und bald schon stand der erste Termin für ein Fotoshooting. Vor der Kamera gestanden hatte ich bisher nur im privaten Rahmen und auch sonst konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, wie das fertige Projekt am Ende aussehen würde. Wahrscheinlich hätte mir bei diesem tollen Endergebnis wohl schlichtweg auch die Vorstellungskraft gefehlt. Auch heute noch schießt mir beim Anblick der Fotos der Satz "Bilder sagen mehr als Worte" durch den Kopf. Denn nicht nur meine eigenen, sondern auch die Fotos der insgesamt 23 weiteren Fotografinnen sprechen ihre ganz eigene Sprache. Durch die Bilder von Sophie hatte ich die Chance mich selbst einmal so zu sehen, wie die Welt mich von außen wahrnimmt. Auch wenn den Bildern teilweise eine gewisse Dunkelheit anhängt, so sieht man darauf auch die Liebe und Zuneigung, welche mich und meine Tochter tagtäglich begleitet. Es gibt nur wenige Fotos, auf denen ich mich selbst als schön empfinde und normalerweise bin ich mehr als nur selbstkritisch, aber bei diesen Bildern ist mir jedes überschüssige Kilo vollkommen egal. Sie zeigen mich als das, zu dem ich in den vergangenen Monaten geworden bin. Eine Mutter. Sophie hat es geschafft, einige besondere MOMente dieser verrückten Zeit einzufangen, die ich für immer wertschätzen werde.

Auch wenn die Idee für meine Webseite und den Podcast mir nicht über Nacht gekommen ist und über mehrere Monate in meinem Kopf reifen musste, so kann ich doch sagen, dass das Projekt inWaves #womenincovid sicherlich eine riesige Portion dazu beigetragen hat, dass SingleMOMents heute wirklich existiert. Sophie war der Grund, warum ich mich auf einem Spielplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf dazu durchgerungen habe, zum ersten Mal laut über meine Idee zu sprechen. Bei einem kurzen Austausch hatte ich die Möglichkeit mich mit den anderen Protagonistinnen des Projektes kurzzuschließen.


Ihre Geschichten, Ängste, Sorgen und vor allem auch die Ohnmacht, die sie in den vergangenen Monaten und Jahren erlebt haben, schien meinen eigenen entsprungen zu sein. Unabhängig von SingleMOMents aber muss ich sagen, dass es mich heute noch mit Stolz und tiefer Dankbarkeit erfüllt, Teil dieses


einzigartigen Fotoprojektes sein zu dürfen. Mich und meine Tochter auf einer lebensgroßen Plakatwand zu sehen, im Berliner Fenster mein Bild als Werbung für die Ausstellung zu entdecken und letztendlich noch in einem kurzen Fernsehausschnitt bei TTT-Titel, Thesen, Temperamente von meinen Erfahrungen als Schwangere und später alleinerziehende Mutter während der Pandemie berichten zu können. Der Zusatztitel von Sophies Arbeit all(e)in, hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Danke Sophie


https://www.sophiekirchner.com/

https://www.instagram.com/sophiekirchnerphoto/


SingleMOMents - Der Goldstaub Brandenburgs - Netzwerk Gesunde Kinder - Barnim SüdSingleMOM Franzi
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